Bernadette und das Kreuzzeichen

Bild

Gegen Ende des Sommers sind einige unserer Freunde nach Lourdes gefahren um dort den Kranken zu helfen. Leider konnten wir nicht mir ihnen fahren, aber ich habe die Gelegenheit genutzt ein Buch aus meinem “bald- zu-lesen- Turm” neben meinem Bett zu nehmen: die Biografie von Bernadette, sie war auf Platz 171 in der Warteliste ( ich kann einfach nicht damit aufhören Bücher zu kaufen und sie zu stapeln, in der Hoffnung mir irgendwann mal einen oder zwei Beine zu brechen, so dass ich mich endlich, liegend auf dem Sofa  dem Lesen widmen kann)

So habe ich gelernt, dass die junge Hirtin, die sehr arm und ungebildet war, sofort nach der ersten Erscheinung, gezeigt hat, dass sie einige Dinge verstanden hat, die ihr nur die Madonna hat erklären können. Denn Bernadette konnte nicht einmal zum Religionsunterricht gehen, da sie Analphabetin war.

Als allererstes begann sie das Kreuzzeichen in einer sorgfältigen und feierlichen Art zu machen, wie sie es vorher nicht getan hat. Wenn ich sage im Namen des Vaters und des Sohnes – erklärte sie – gehe ich mit den Händen vom Kopf zum Herzen: die Liebe, die wir in unser Herz legen muss von der Kraft und der Rationalität begleitet werden. Gott lieben von ganzem Herzen und dem ganzen Verstand. Das Zeichen von einer Schulter zur anderen zu gehen – sagte die Hirtin – dient dazu zu sagen, dass wir die Kraft haben die Wahrheit auf unsere Schulter zu nehmen. Auf den Schultern ja, aber mit dem Vertrauen und der Sicherheit, dass der Heilige Geist für uns waltet, in den Fällen in denen wir es nicht schaffen sollten etwas zu Ende zu bringen.

Durch nur einer Geste also kann man das Herz unseres Glaubens beschreiben: die geheimnisvolle Einheit der drei Personen in der Trinität, unsere Teilnahme an diesem Geheimnis , das wir nur vage erahnen können; unser Wunsch gefügig zu sein an die Realität die uns übergeben wird; das Engagement zum Kreuz JA zu sagen. Es ist also ein Glaube, der zwei Dinge vereint: den Wunsch etwas auf sich zu nehmen und das Vertrauen zu wissen das man nicht alleine ist. So wie es die Madonna Bernadette gelehrt hat: das was wir nicht schaffen wird der Heilige Geist in die Hand nehmen.

Es ist ein wunderbares Zeichen, das also einen Glaubensschatz versteckt, der uns von den Heiligen, den Märtyrern, den Aposteln und der grossen Brüder überliefert wurde; eine Geste, die wir unseren Kindern beibringen müssen. Denken wir das nächste Mal daran, wenn wir das Zeichen, vielleicht etwas abgelenkt, machen.

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s