ich will ja wirklich nicht lästern…

klatsch

Die gefährlichsten Momente sind, wenn man den Satz mit “ also ich will ja wirklich nicht lästern, aber…” anfängt, oder auch mit dem mörderischen “ ich will ja über niemanden urteilen, aber…”. Ja in diesen Momenten ist das Risiko hoch.

So wie Papst Franziskus sagte, es beginnt mit einer gönnerhaften Unterhaltung über eine Person und endet regelmäßig in einem Auseinandernehmen der Person.

Und dann ist es immer das gleiche, denn eigentlich wollte sie nicht, sie wollte wirklich nicht darauf aufmerksam machen, dass die Person die es gewagt hat sie zu kritisieren zwei oder drei Kilo mehr auf den Rippen hat, und wenn man vielleicht genauer hinsieht sind es auch zehn…” wahrscheinlich hat sie aber eine innere Schönheit”.

Es gibt den gefährlichen Wettstreit zwischen Müttern (“ ich habe doch nicht so viel in meine Kinder investiert um zuzusehen wie einer von ihnen nur die Rolle des Schafs im Weihnachtstheaterstück bekommt, wir verdienen eine Rolle von den Engeln aufwärts…”), den Wettkampf unter guten Christen (“ eh, der geht zwar zur Messe, aber unter uns gesagt…”) und den Wettstreit in der Arbeit und allen anderen Gebieten, in denen wir neben den Brüdern (ueber-)leben müssen. Denn Kinder Gottes zu sein gefällt uns sehr, aber Brüder und Schwestern zu sein ist schon ganz schön lästig…

Da unser Herz gefährlich ist (Jesus wusste was im Herzen des Menschen war, und er traute ihm nicht) und da auch wir selbst es nicht kontrollieren können, gibt es nur eine einzige grundlegende und entscheidende Sache die in unsere Macht steht  tun zu können. Über unsere Zunge zu wachen. Ihr die Türen mit einem Gitter zu verschliessen mit einem Schloss dass dreifach zugesperrt wurde.

Nicht einmal wir selbst wissen, was wir am Ende sagen werden wenn wir anfangen zu reden. Und deswegen ist es vielleicht besser wenn wir nichts sagen. Vielleicht sollten wir uns fragen was Jesus in der dem Moment sagen würde. Wenn die Personen nicht anwesend sind ist es am besten überhaupt nicht über sie zu sprechen, auch nicht um eine Befindlichkeit mit einem Freund auszutauschen. Es liegt einfach daran, dass die Zunge immer ausrutschen kann auch wenn wir die besten Vorsätze haben. Die golden Regel sagt, rede nur dann über einen Abwesenden, wenn es ihm direkt Nutzen bringt.

Ganz langsam – versichert mir ein Freund, der diese Übung zu seinem Lebensstil gemacht hat – in dem man sich bemüht, wie Jesus zu reden lernt man auch wie er zu denken und dann ganz langsam vielleicht sogar wie er zu handeln, also zu lieben. Und wenn ich mich nicht irre, ist das das wichtigste, viel wichtiger als die brüderliche Verbesserung, die uns in vielen Fällen als Alibi dient.

Und wenn ihr es aber einfach nicht widerstehen könnt…, na gut, ein mal, lassen wir halt die Luft raus… Sprechen wir ein wenig darüber, ich werde es niemandem sagen. Meine Nummer ist +39 32xxxxxxxx…

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