Was sind die Prioritäten?

Bild

Heute am Tag der Heiligen Drei Könige, eigentlich der letzte Weihnachtsfeiertag,  kann man nicht anderes als nochmal daran zu denken was an Weihnachten passiert ist. Es wurde ein Kind geboren, und das bedeutet, dass ein neues Leben der Schönheit und der Komplexität des Lebens entgegengeht. Und damit muss man zwangsläufig auch an Familie denken, denn in dieser wir das neue Leben aufgenommen und findet Gewissheit, Schutz, Vertrauen, Sicherheit und Wurzeln. Wenn man an ein neues Leben denkt, denkt man an die Liebe einer Mutter und eines Vaters, welche die Frucht ihrer Liebe staunend, verwundert und glücklich betrachten.  Bei einer neuen Geburt kommen auch von beiden Eltern neue Gefühle zu Tage. Von Seiten des Vaters ein spontanes Gefühl der  Verantwortung und bei der Mutter eine natürliche Veranlagung zur Fürsorglichkeit und Aufnahme.

Mit diesen Vorbemerkungen würde ich gerne mit Euch ein Buch: „Le conflit: la Femme et la Mère!“ der französischen Philosophin  Elisabeth Badinter kommentieren.

Die Philosophin spricht in dem Buch über den Konflikt der zwischen der Figur der Frau und der der Mutter existiert. Es wird behauptet, dass die Frau nun endlich frei ist von der Unterdrückung der Männer nun aber ihren Kinder unterstellt ist.  Ihrer Meinung nach hat die Frau keinen mütterlichen Instinkt mit dem sie sich um ihre Kinder kümmert, sondern sie macht es nur aus Pflichtgefühl, oder vielleicht weil sie ihre Kinder liebt, dieses Gefühl der Liebe könnte sie aber genauso gut nicht empfinden, also könnte sie sich auch vollkommen rechtmäßig nicht um sie kümmern.  Laut der Badinter ist eine Frau in erster Linie Frau, und sie kann sich nicht aufgeben um sich in den Dienst ihrer Kinder zu stellen, so wie sie sich einst für ihren Ehemann aufgegeben hat.

Kurzum, in diesem Buch ärgert sich die Badinter über die jungen Mütter, die die hart erkämpften Errungenschaften des Feminismus der 80er Jahre wegwerfen und wieder Hausfrauen werden. Das ist ihrer Meinung nach ungerecht und unnatürlich, und beleidigend gegenüber derer, die uns Frauen die Wahlfreiheit als Erbe hinterlassen haben.

Ich würde gerne mit den folgenden Thesen zurückschlagen:

–       Wer entscheidet seine eigenen Kinder aufzuziehen und sich der Familie zu widmen wirft nicht die Eroberungen der Feministinnen weg.  Man muss den Feministen dankbar sein, das sie uns die Möglichkeit erkämpft haben wählen zu können.  Heute kann die Frau studieren, wählen, arbeiten und zusammen sich um die Familie kümmern. Aber sie kann auch Hausfrau sein, oder Arbeiten und den Ehemann und die Kinder an die erste Stelle in ihrem Leben setzen. Wenn eine Frau sich so „unterdrücken lassen“ oder „erniedrigen“ will,  sollte sie frei sein das machen zu können. Wofür war der Feminismus denn gut wenn nicht dafür, dass er uns erlaubt hat entscheiden zu können welchen Weg wir einschlagen wollen? Es scheint dass laut Badinter der Feminismus dazu diente die natürliche Rolle der Mutter und Ehefrau zu verleugnen. Mir scheint aber nicht, dass das die ursprüngliche Intention war.

–       Die Mutterschaft  wirft die Existenz der Mutter vollkommen auf den Kopf. Die Mutterschaft verwandelt die Frau in Mutter, diese macht sie Verantwortlich für eine kleine hilfsbedürftige und wehrlose Person.  Ich frage mich wie diese Lebensrevolution einer Frau als weniger wichtig erachtet werden kann als die Karriere? Wie kann dies nicht die Rangordnung ihre Prioritäten ändern?

–       Sowohl die Frauen als auch die Männer kämpfen von Anfang an, seit ihrem „Debut in der Gesellschaft“ darum die besten zu sein.  Die Besten in der Schule, die Besten im Sport, die Besten an der Uni, die Besten in der Karriere. Warum nicht auch versuchen die besten möglichen Eltern zu sein? Warum wird es als eine Niederlage angesehen, als eine Vergeudung seiner selbst und seiner Fähigkeiten?

Viele Eltern geben das Beste an ihrem Arbeitsplatz aber nicht zuhause, sie bemühen sich für ihre Vorgesetzten aber nicht für ihre Kinder. Hier hat der eigentliche „Konflikt“ den Ursprung: die Frauen wachsen auf und entwickeln sich in einer egozentrischen Welt der heutigen Gesellschaft, und dann im Namen der Mutterschaft, fühlen sie sich dazu verpflichtet auf die Selbstverwirklichung zu verzichten. Laut Badinter kommt der Konflikt von diesen gegensätzlichen Unabänderbarkeiten.

Die Philosophin sollte meiner Meinung nach lieber die Ichbezogenheit unserer Gesellschaft kritisieren und (wenn schon, dann) diejenigen, die den mütterlichen Instinkt nicht spüren, oder schon von Anfang an wissen, sich in  keinster Weise um die Kindern kümmern zu wollen, dazu ermuntern keine zu machen.  Und nicht von den „Kindern verlangen  sich anzupassen und zu akzeptieren von egoistischen Müttern aufgezogen zu werden“.

Meine Erfahren beschränkt sich auf  nur zwei Kinder  aber ich bin überzeugt davon, dass die Kinder ein Recht darauf haben  von ihren Eltern großgezogen zu werden, erzogen und ausgebildet zu werden, in den ersten Jahren ihres Lebens  entsprechende der eigenen Möglichkeiten und Verfügbarkeiten von uns Eltern begleitet zu werden. Wer das nicht ins Kalkül mit einbezieht und es nicht als Priorität betrachtet sollte besser keine Kinder haben. Dank des Feminismus können wir wählen.  Also, warum nicht das Beste wählen?

In diesem Sinne einen guten Start in das Neue Jahr!

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s